KMU Digital – zeitlich befristete Förderung

update 29.03.2020:

aktuell ist das budget vergriffen, wir haben jedoch bereits die zusage der wko, dass die regierung die förderung mit einem neuen förderbudget in höhe von eur 20. mio euro verlängert. wenn die formalitäten hierzu erledigt sind, werden wir erneut informieren.

falls ihr aufgrund der aktuellen situation ganz rasch unterstützung benötigt, meldet euch einfach, wir finden eine lösung.

kmu-digital 2.0

Für kleine und mittlere Österreichische Unternehmen gibt es aktuell ein interessantes Förderprogramm für die Beratung und Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen. KMU haben dadurch die Möglichkeit, hohe Zuschüsse von bis zu 9.000 Euro zu bekommen.

Das KMU Digital Förderprogramm, welches Zuschüsse zur Beratung und Umsetzung gewährt, ist zeitlich befristet. Zuschüsse können bis zur Ausschöpfung der Mittel, längstens aber bis zum 31.03.2020 auf der Einreichplattform des Programms KMU.Digital 2.0 beantragt werden.

was genau beinhaltet das Programm? Was kann gefördert werden? Wie funktioniert das Ganze?

Wer kann das Förderprogramm in Anspruch nehmen?

Durch die Förderung wird kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit gegeben, Digitalprojekte zu planen und umzusetzen. Wer digital gut aufgestellt ist, verbessert die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum der eigenen Firma.

Aber welche Firmen gehören zu den förderfähigen Unternehmen und wer ist von dem Förderprogramm ausgeschlossen?

förderfähige Unternehmenausgeschlossene Firmen
natürliche PersonenLand- und Forstwirtschaft
juristische PersonenAquakultur und Fischerei
KleinstunternehmenUnternehmen mit digitalem Kerngeschäft wie Vermittlungsplattformen
KMU mit Sitz oder Betriebsstätte in ÖsterreichGemeinnützige Vereine
PersonengesellschaftenGebietskörperschaften

Förderfähige natürliche und juristische Personen sowie Personengesellschaften müssen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung ein Gewerbe selbstständig betreiben. Auch dann, wenn sie einen Freien Beruf (verkammert oder nicht verkammert) selbstständig praktizieren und eine Kennzahl des Unternehmensregisters vorliegt, ist eine Förderung möglich.

Es gibt allerdings auch einige Ausschlussgründe. Gegen den Zuschusswerber darf aktuell kein Insolvenzverfahren laufen. Oder zumindest muss seit einer Aufhebung eines Insolvenzverfahrens ein Jahr nach dem Sanierungs- und Zahlungsplan bereits vergangen sein.

Welche Kosten sind zuschussfähig?

Unterteilt wird in zwei zuschussfähige Module. Es gibt die Module Beratung und Umsetzung. KMU erhalten Zuschüsse zu beiden Bereichen. Es gibt jedoch einige nicht förderfähige Kosten, die zu beachten sind.

Modul Beratung

Als wichtige Zielgruppe der Förderung gelten die Firmen, die bisher wenig Augenmerk auf das Thema Digitalisierung gelegt haben. Durch das Modul Beratung erhalten Firmen einen Überblick über Vorteile der Digitalisierung und werden dazu motiviert, den nächsten Schritt zu gehen.

Eine Beratung zu unterschiedlichen Themen und Schwerpunkten, die durch zertifizierte Experten erfolgen, wird bezuschusst. Hierzu zählen:

Status- und Potentialanalyse sowie Strategieberatung in den Bereichen:

  • Geschäftsmodelle & Prozesse
  • E-Commerce & Online-Marketing
  • IT-Sicherheit

Die Toolbox Status- und Potentialanalyse wurde für die Erfassung des Ist-Zustandes sowie des Aufzeigens strukturierter Methoden und des Handlungsbedarfs entwickelt.

Zertifizierte Berater erklären bei einem Gespräch digitale Trends, mögliche Chancen und zeigen eventuelle Risiken auf.

Neben den zuschussfähigen Modulen gibt es auch eine Reihe an Kostenpunkten, die nicht gefördert werden. Keine Förderung gibt es auf Kosten wie:

  • Spesen des Beraters
  • Kosten, die vor der Antragstellung entstanden sind
  • Beratungskosten, die nicht direkt mit dem Digitalisierungsprojekt zu tun haben
  • Beratungskosten, die bereits durch andere Förderprojekte unterstützt wurden und Förderquote von über 100 Prozent erzielt wird
  • Umsatzsteuer auf Beratungskosten
  • Beratungskosten für Betriebsstandort außerhalb Österreichs

Hinsichtlich der Umsatzsteuer gibt es jedoch auch Ausnahmen. Besteht bei dem Zuschussnehmer nachweislich keine Vorsteuerabzugsberechtigung, ist auch der Steuerbetrag zu den förderbaren Kosten hinzuzurechnen.

Modul Umsetzung

Als zweiter zuschussfähiger Bereich gilt das Modul Umsetzung, der in der Strategieberatung definierten Maßnahmen. Als Voraussetzung für das Modul Umsetzung ist zwingend die abgeschlossene Beratung vorgeschrieben.

Es sind sowohl materielle als auch immaterielle Investitionen, die direkt mit dem Digitalisierungsprojekt zusammenhängen, förderfähig. Hierzu zählen unter anderem auch Programmiertätigkeiten und Softwarelizenzen (maximal für 12 Monate).

Ebenfalls sind Digitalisierungs-Gesamtpakete als förderfähig anzusehen. Zu solch einem Projekt gehört auch der Aufbau einer Homepage, begleitende Rechtsberatung, Setup eines Webshops sowie laufende Kosten für maximal 12 Monate.

Die Toolbox KMU DIGITAL Umsetzung setzt sich aus vier Bereichen zusammen. Wählen können Unternehmen aus folgenden Abschnitten:

  • Geschäftsmodelle & Prozesse
  • E-Commerce & Online-Marketing
  • IT Sicherheit
  • Digitale Verwaltung

Zur Umsetzung im Bereich Geschäftsmodelle & Prozesse gehören Leistungen wie Entwicklung und Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen durch digitale Anwendungen wie CRM-Systeme.

Im zweiten Bereich (E-Commerce) wird die digitale Umsetzung des Verkaufs- und Vertriebsprozesses gefördert. B2B oder B2C Anwendungen sowie die Umsetzung innovativer Online Strategien sind möglich.

Der dritte Bereich umfasst die Verbesserung oder zunächst einmal die Einführung von IT-Sicherheits-Maßnahmen. Auch der Aufbau eines Sicherheitsmanagements mit dem Bereich Datenschutz ist förderfähig.

Wird die digitale Verwaltung wie digitale Signatur und Verwendung von e-Rechnungen nötig, werden die Kosten für solche Maßnahmen über das Förderprogramm bezuschusst.

Zu beachten sind aber auch im Bereich Umsetzung einige nicht förderfähige Kosten. Von der Förderung KMU DIGITAL sind ausgeschlossen:

  • Umsetzungsprojekte, die einen förderfähigen Gesamtbetrag von 20.000 Euro übersteigen oder 5.000 Euro nicht erreichen (alles Nettobeträge)
  • Kosten, die schon vor der Antragstellung angefallen sind
  • Kosten, die nicht direkt mit dem Projekt zur Umsetzung der Digitalisierungsmaßnahmen in Verbindung stehen
  • Ersatzinvestitionen ohne Weiterentwicklungen wie PC-Austausch, Webseiten-Aktualisierung oder Standard-Upgrades
  • Investionen außerhalb Österreichs
  • Projekte, für die die Finanzierung nicht ganz sicher ist
  • sonstige Finanzierungskosten, Fahrzeuge, Finanzanlagen und laufende Betriebskosten
  • Kosten aus Unternehmenskauf oder Übernahme
  • Kosten für exportbezogene Aktivitäten
  • Kosten, die bereits bezuschusst werden und dadurch eine Förderquote 100% übersteigt
  • Kosten, die bereits im Modul Beratung förderfähig waren und abgerechnet wurden
  • Kleinstbetragsrechnungen unter 150 Euro (ausgenommen sind laufende Kosten externer Anbieter für maximal 12 Monate)
  • Umsatzsteuer ist nicht förderfähig, sofern Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist

Wie an den vielen Ausschlüssen zu erkennen ist, werden wirklich nur die Kosten gefördert, die auch wirklich mit der Umsetzung des Digitalprojektes zu tun haben.

Wie hoch fällt die Förderung aus?

Die Förderung für die beiden Module fällt unterschiedlich hoch aus. Für das Modul Beratung ist ein maximaler Förderbetrag von 4.000 € vorgesehen. Bis zu 5.000 € Förderung sind im Modul Umsetzung möglich.

Zuschüsse im Modul Beratung

Aus den unterschiedlichen Tools können Zuschusswerber nach Belieben auswählen. Die Höhe der Zuschüsse hängt jedoch von dem gewählten Tool ab. Zu beachten sind folgende Zuschüsse im Modul Beratung:

  • je Tool der Status- und Potentialanalyse: 80% der Beratungskosten, aber max. 400 €
  • für Strategieberatung: 50% der Beratungskosten, aber max. 1.000 €

KMU können die einzelnen Tools der Toolboxen aus dem Modul Beratung ganz nach Belieben kombinieren. Die Gesamtförderung wird den Betrag von 4.000 € während der Förderperiode im erste Modul nicht übersteigen.

Zuschüsse im Modul Umsetzung

Maximal 30% der förderfähigen Kosten werden im Modul Umsetzung bezuschusst. Der Zuschussbetrag von 5.000 € wird im Förderzeitraum nicht überschritten, egal, wie viele Tools ausgewählt werden.

Zu beachten ist jedoch, dass die förderbaren Kosten bei mindestens 5.000 € zu liegen haben. Ein Projekt darf maximal 20.000 € kosten, um Zuschüsse zu erhalten. Alle Angaben sind wie immer exklusive Umsatzsteuer.

Bevor ein Zuschuss für die Umsetzung bewilligt wird, wird geprüft, ob im Vorfeld die geförderte Beratung genutzt und abgerechnet wurde.

Welche Fristen gibt es für die Beratung und Umsetzung?

Das Förderprogramm KMU DIGITAL 2.0 ist zeitlich befristet. Einen Antrag auf Zuschuss ist seit dem 28.10.2019 möglich. Bis zum 31.03.2020 gibt es noch die Möglichkeit, einen Zuschussantrag einzureichen.

Im ersten Schritt ist ein Antrag für das Modul Beratung zu stellen. Sind ausreichend Fördermittel verfügbar und handelt es sich um förderfähige Kosten laut der Förderrichtlinien, gibt es eine Förderzusage.

Innerhalb von sieben Tagen nach Förderzusage ist ein Termin für die Beratung zu vereinbaren. Durch die Terminvereinbarung beginnt der Zeitraum und die Reservierung der Mittel steht. Das Beratungsprojekt ist im Zeitraum von drei Monaten abzuschließen und abzurechnen.

Hinsichtlich der Umsetzungsförderung ist ein Zeitraum von drei Monaten zu beachten. Das Förderangebot gilt ansonsten als widerrufen. Ein Förderungsansuch für das Modul Umsetzung ist vom 11.12.2019 an online einreichbar.

Für die Umsetzung des Digitalprojektes an sich gibt es eine Frist von einem Jahr ab Antragstellung. Innerhalb des Jahres müssen die Arbeiten abgeschlossen und abgerechnet sein.

Wann wird die Förderung ausgezahlt?

Die Zuschüsse für das Digitalprojekt werden immer nach Abschluss des Projektes ausgezahlt. Hierfür müssen Unternehmen verschiedene Belege wie Rechnungen vom Berater, Zahlungsnachweise und weitere Dinge wie Beratungsbereicht elektronisch über die Einreichungsplattform übermitteln.

Einzuhalten ist eine Abgabe der Rechnungen und Belege innerhalb von drei Monaten nach Projektabschluss. Die aws kann in begründeten Ausnahmefällen die Frist um einen Monat verlängern.

Ein KMU muss die Rechnung von dem Berater komplett im Vorfeld bezahlen. Nach Prüfung der Unterlagen gibt es den Zuschuss für den KMU im Nachhinein. Die Auszahlung erfolgt normalerweise als Einmalbetrag.

Wer überprüft das Zuschussansuchen und worauf wird geachtet?

Die aws ist für die Überprüfung der Zuschussansuchen zuständig. Da die Mittel begrenzt sind, wird nach chronologischer Reihenfolge des Eintreffens der Zuschussansuchen bewilligt.

Sind die Mittel aufgebraucht, werden keine Reservierungsbestätigungen für die Mittel versendet. Stattdessen wird über eine Nichtbewilligung informiert. Je frühzeitiger Unternehmen tätig werden, umso höher steigen die Chancen auf den Zuschuss.

Die Aufgabe ist es zu prüfen, ob die Richtlinien eingehalten werden. Fand im Vorfeld noch keine Beratung dieser Art statt? Wird der maximale Förderbetrag bereits erzielt? Verfügt der ausgewählte Berater über die nötige Zertifizierung?

Es gibt extra eine Seite, auf der die zertifizierten Berater gelistet werden. Zertifizierte Berater werden auf der Seite mit allen wichtigen Kontaktdaten aufgelistet. Auch wir sind zertifiziert und sind ein guter Ansprechpartner für die Beratung und Umsetzung deines Digitalisierungsprojektes.

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Wie und wo wird der Antrag auf Zuschuss gestellt?

Den Förderantrag gibt es online auf der Seite kmudigital.at. In dem Online-Formular gibt es die Module Beratung und Umsetzung. Es muss nur noch der jeweilige Antrag ausgefüllt und abgesendet werden.

Nachdem der Förderantrag kontrolliert wurde, gibt es online eine Meldung, ob die Mittel reserviert werden.

Fazit: Schnell sein lohnt sich – rasch Zuschussansuchen absenden

Die Förderung aus dem Förderprogramm KMU DIGTIAL kann sich sehen lassen. Darauf sollte ein KMU nicht verzichten. Da das Förderprogramm und die Mittel zeitlich begrenzt sind, ist schnelles Handeln geboten.

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